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Unterhaltung im Mittelalter

"Bauerntanz" von Pieter Bruegel d.Ä. (1567)

Wenn man mal bedenkt, wie sich die Leute heutzutage beschäftigen, sollte man sich aber ebenfalls bewusst sein, wie sich die Leute damals im Mittelalter beschäftigt haben.

Damals war die Qualität der Unterhaltung stark von der finanziellen Lage einer Person abhängig, da der Adel Privilegien hatte, wie zum Beispiel jagen oder Hofnarren, die für ihre Belustigung sorgen mussten. Das niedere Volk hingegen musste sich mit einfacheren Dingen zufriedengeben. Während sich der Adel mit der Jagd amüsierte, mussten sich alle anderen ganz einfach gesagt mit ihrem Alltag beschäftigen, und abends zur Schenke gehen. Jedoch gab es Ausnahmen: Manche Bürger vertrieben sich die Zeit mit Bogenschießen. Natürlich gab es auch etwas für gefährlich lebende Leute, und zwar wildern, eins der größten Probleme im Mittelalter. Ein paar Klassiker gab es aber schon, tanzen zum Beispiel wobei man es damals noch als „reigen“ bezeichnete.


Doch kommen wir noch einmal zu den Adeligen zurück. Deren Hauptbeschäftigung meistens nicht übers essen und das sich Vergnügen mit Dirnen hinausging. Die meisten waren sogar so damit „beschäftigt“, dass sie nicht mal lesen konnten, also natürlich war lesen damals ein Privileg, aber der Adel sollte laut den Regeln dieser Zeit diese Fähigkeit beherrschen. Da sich aber die wenigsten daran gehalten haben, und die Adeligen sowieso nur gefeiert haben, interessierte sich keiner dafür.

Natürlich gab es noch andere Unterhaltungsmöglichkeiten, doch diese aufgezählten waren wohl die beliebtesten und verbreitetsten Unterhaltungsmöglichkeiten.

 

Text: Léon Dümmer



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